Münster „Tatort Feierstunde“

Der Münster Tatort mit „Thiel“ und „Boerne“ soll quotenmäßig der beste „Tatort“ im deutschen Fernsehen sein. Die Anfangsscene im neuesten Tatort dieser Reihe ist quasi genial und sollte fast allen Protagonisten so widerfahren… Dann könnte dieses Tatort Team endlich beerdigt werden!

Krimigrotesken sind eine Sache, aber wenn solche Filme Mord mit Slapstick in Einklang bringen wollen, werden diese Filme meisst groteske Grostesken, erst recht, wenn sie sich weder an sachlich/ faktischen Tatsachen orientieren, noch an mindesten Realitäten.

Da recherchiert die „Nadeshda“ mal eben in ein paar Stunden im „Darknet“, welcher Waffenhändler dem Täter Waffen lieferte. Fakt: Unmöglich!

Da schmeißt sich Thiel in ein Ganzkörperkondom um einem tödlichen Virus zu begegnen, vergisst aber die Atemmaske, nur um im nächsten Moment mit dem vermeintlich tödlich Infizierten Boerne engsten Kontakt zu haben, was „Alberich“ in engster Umarmung (selbstlos todesgewiss) schon tat…

Dass der über ein Ess-Häppchen mit Botulismus infizierte „Boerne“ erst nach 12 Stunden Anzeichen der Erkrankung zeigen dürfte, wird mal eben auf ein paar Minuten verkürzt… (Ganz zu schweigen davon, das sich ein anderer stärker Infizierter schon von den Symtomen erholt und mit Kollegen einen Insulin-Mord an Boerne plant, um das eigene Leben zu retten.) Und die Psychotherapeutin des Amokläufers wird selbst zur Mörderin an ihrem Patienten, als sie merkt, dass dieser einknickt. Hanebüchender Unsinn in fast jeder Filmminute!

Münster Tatort ade!

(Rein zur Info: So ein Tatort hat Produktionskosten zwischen 1,2 bis 1,4 Millionen Euro aus „GEZ“ Geldern!)